Der Autor über das Buch I shall kill - Ich werde töten

Um es vorwegzunehmen, das Buch bietet keine Lösung und kein Ende einer Geschichte – soll es auch nicht!
Es hat sich aus der Frage entwickelt: Warum rasten Leute aus, Menschen wie du und ich. Warum begehen sie Taten bis zum Mord? Sind ihre Taten nicht die Konsequenz aus ihrem Denken und nachvollziehbar? Vielleicht sogar berechtigt?
Wie verhält sich jemand, der von Selbstjustiz erfährt?
Die Geschichte spielt in einer vertrauten Atmosphäre, jeder kennt eine solche. Somit könnte niemand und jeder der Täter sein. Wird der ‘Täter’ es überhaupt?
Die Geschichte erzeugt Spannung aus Alltäglichem und lässt dem Leser Raum für eigene Fragen.
Die Erzählersicht ist die einer Frau, die eine männliche Sichtweise einnimmt. Das Ganze geschrieben von einem Mann. Man sieht, das Geschlecht spielt keine Rolle für die Grundaussage der Kurzgeschichte. Hoffe ich.

Es ist ein Buch, das sich stellenweise flüssig lesen lässt und an diversen Stellen kommt ‘das Lesende Objekt’ wegen hoffentlich abschweifender Gedanken lange nicht weiter. Und das ist … (gewollt).
Ein Buch, untypisch für Deutschland, da es E und U zusammenbringt. Ein Buch des Weder-noch und des Sowohl-als-auch.

Über die Entstehung des Buches

Die Geschichte ‘I shall kill - Ich werde töten’ ist nicht die, die ich ursprünglich im Kopf gehabt habe – zumindest nicht in dieser Art.
Angefangen hat es mit der Frage: Was beschäftigt Leute, einen Mord zu begehen. Einen Mord an jemand, den man nicht persönlich kennt.
Die Geschichte sollte mit dem Mord anfangen oder mit der Beschreibung der Tat aufhören. Gedanklich war alles bis ins Detail fertig.
Zudem sollten die Vorbereitungen und Überlegungen beschrieben werden. Auch für sie hatte ich ein gedanklich inhaltlich fertiges Konzept mit ausgearbeiteten Details.
Dann kam die Suche nach dem Anfang der Geschichte. Wo steige ich ein? Journalist und Täter  standen fest. Beide kannten sich nicht.
Ich fing mit dem Schreiben an. Bis zur Hälfte wusste ich nicht, wer der Täter ist. Ein Satz ergab den nächsten.
Erst in der zweiten Hälfte der Geschichte wurde mir klar, dass ich die Tat für die Geschichte nicht zwingend brauchte.
So fiel die Ausführung der Tat den Gegebenheiten des Schreibens zum Opfer.
Ich entschuldige mich nicht, dass aus den Seiten kein Blut tropft, und hoffe, dass die Spannung trotzdem ausreicht, das Buch zu lesen. Wichtiger finde ich jedoch, dass man sich Gedanken macht.

Zum Buch gibt es auch eine Homepage www.nm-research. org.

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